Eheschließung unter Orks

Sobald ein Orkweibchen einen kräftigen, starken Mann auserwählt hat, muß sich dieser dem Ehewunsch fügen.

Es kann jedoch sein, daß eine andere Frau den gleichen Mann haben wollte, also kommt es zu einem uralten Kampfritual zwischen den beiden Frauen der Orkgattung.

Es wird ein gesegneter Kreis erschaffen, in dem die beiden Weibchen gegeneinander antreten müssen. Begleitet wird das Spektakel von religiösen Gesängen an Grumsch. Wenn diese enden, bevor der Kampf vorbei ist, erhält die Frau den Mann, welche ihn zuerst auserwählte. Die andere ist also stets bemüht, ihre Kontrahentin möglichst schnell zu schlagen. Generell gilt, daß keine Waffen zugelassen sind, jedoch beißen, kratzen und spucken erwünscht ist. Verloren hat diejenige, die aus dem Ring gestoßen oder so stark verletzt wird, daß sie nicht mehr kampffähig ist. Tote sind bei diesem Ritualkampf selten, kommen aber im Zuge von zügellosen Gewaltausbrüchen durchaus vor.

Die Gewinnerin erhält den Mann, die Verliererin muß auf eine zweite Chance warten. Sie darf die andere Frau jedoch nicht erneut zu einem Kampf auffordern, nur, wenn die Ehefrau des erwählten Orkmannes stirbt, darf sie sich erneut um ihn bemühen. Dies kommt auch vor, wie man sich denken kann, nicht wahr?

Interessant ist, daß die Frau in der Ehe selbst nur wenig Bestimmungsrecht hat. Sie versorgt den Nachwuchs, pflegt die Hütte und sorgt dafür, daß die Jagdbeute frisch zubereitet oder weiterverarbeitet wird.

Der Mann geht jagen und lehrt das Kämpfen seinen Söhnen.

Beide scheinen mit ihrem Part innerhalb der Ehe zufrieden zu sein, denn es gibt keine Konkurrenz in Bezug auf ihr Ansehen im Dorf, keiner hat ein Interesse daran, das „Fachgebiet“ des anderen zu untergraben.

 

Tarren Traskar, Magier Tyskars und Forscher der Rassen zu Weohna

 

 

von Torben Link